Work and Travel in Neuseeland

Klima

Wer in einem Atlas die geographische Lage Neuseelands betrachtet, denkt oft, dass es dort ziemlich kalt sein muss… Tatsächlich aber täuscht die nördlichere Lage des benachbarten Kontinents Australien. Neuseeland liegt auf fast dem gleichen Breitengrad (Abstand zum Äquator) wie Deutschland - nur eben auf der Südhalbkugel.

Genaue Koordinaten:
Neuseeland: 166 ° - 179 ° östliche Länge / 47 ° - 34 ° südliche Breite
Deutschland: 6 ° - 15 ° östliche Länge / 47 ° - 55 ° nördliche Breite

Da sich Neuseeland auf der Südhalbkugel befindet, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt als bei uns:

Jahreszeiten

Frühling: Sept-Nov
Sommer: Dez-Feb
Herbst: Mär-Mai
Winter: Jun-Aug

In beiden Hauptinseln Neuseelands herrscht gemäßigtes Klima, das auf der Nord- und der Südinsel etwas unterschiedlich sein kann.

Neuseelands Südinsel Im Sommer (Dez-Feb) klettern die Temperaturen ganz im Norden (Northland) auf über 20°C - das klingt zwar nicht heißt, aber wer dort in der Mittagssonne im Januar mal am Strand liegt, der ändert seine Meinung schnell! Durch die intensive Sonneneinstrahlung (dank klarer Luft und dünner Ozonschicht) hält man es nicht in der Sonne aus, so heiß kann es werden. Als Europäer muss man unbedingt sehr viel Sonnencreme benutzen!! Die Durchschnittstemperaturen betragen auf der Nordinsel 14 bis >18 °C, wobei es wie gesagt im äußersten Norden am heißesten ist. Auf der Südinsel ist es meist ein paar Grad kühler, dort liegen die Durchschnittstemperaturen im Januar bei 14 bis 16 °C.

Schnee auf der Südinsel Durch das maritime Klima fällt der Winter (Jun-Aug) in Neuseeland fast überall milder aus, als man es in Deutschland gewohnt ist. Auf der Nordinsel gibt es nur selten Frost, meistens liegen die Temperaturen im Mittel auch im Winter bei 12 °C (Northland) bis 6 °C. Auf der Südinsel kann es schon etwas kälter werden, und die Bergketten sind dann (ab 1.000 m) schneebedeckt und ziehen viele Ski- und Snowboard-Fahrer an. Im Winter fällt auf der Nordinsel mehr Regen, und auf der Südinsel zum Teil weniger.

Der jährliche Niederschlag liegt auf der Nordinsel bei 1200 bis 3200 mm. Wegen der Neuseeländischen Alpen regnet es im Westen der Südinsel deutlich häufiger (bis 6400 mm/Jahr) und im Osten dagegen selten (400-800 mm/Jahr).

Wie schon angedeutet, ist Neuseeland ein sehr sonniges Land. Fast überall in Neuseeland scheint die Sonne mehr als 2.000 Stunden im Jahr, mit Spitzenwerten von 2350 Stunden Sonne in Gegenden wie der Bay of Plenty, Hawke´s Bay und Nelson. Zum Vergleich: In Deutschland bekam die Insel Hiddensee-Dornbusch 2008 die meisten Sonnenstunden ab, und das waren 2168. In Bayern waren es in demselben Jahr 995 Sonnenstunden.

Neuseelands Klima unterliegt zwar keinen großen jährlichen Schwankungen, aber die Launen des Ozeans und der Antarktis können schon mal für starke Temperatur- und Wetterschwankungen an einem einzigen Tag sorgen. Es empfiehlt sich daher, auf längere Touren und Wanderungen eine Windjacke und evtl. eine lange Hose mitzunehmen.

Beste Reisezeit

Wem warme Temperaturen, Strand & Meer sehr wichtig sind, der sollte im Sommer (Dez-Feb) nach Neuseeland reisen. Allerdings sind dann auch die meisten Touristen hier unterwegs, weshalb eine Reise im Frühling oder Herbst auch sehr reizvoll sein kann. Wer Wintersport mag, ist in den Neuseeländischen Alpen von Juni bis August am besten aufgehoben.



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