Erfahrungsbericht: Urlaub auf der Nordinsel
Ich war einen Monat in Neuseeland unterwegs, um Land und Leute kennenzulernen. Meine Reise führte mich von der Bay of Islands aus über Auckland bis nach Tauranga und zurück. Eine solche Tour kann man wunderbar mit dem Bus unternehmen, der zumeist sehr günstig (gemessen mit deutschen Verhältnissen) und bequem ist.
Als erstes mal muss ich die Landschaft Neuseelands erwähnen: Man muss kein ausgesprochener Naturliebhaber sein, um von
der Natur dort begeistert zu sein. Neuseeland ist in zwei große Hauptinseln und hunderte kleinere Inseln unterteilt.
Die Südinsel soll die beeindruckendste Landschaft Neuseelands besitzen, aber ich kann leider nur von der Nordinsel
berichten – die wirklich schon atemberaubend genug ist.
Dort, wo die ursprünglichen Urwälder noch nicht von mit Schafen gesprenkelten Wiesen ersetzt wurden, bietet sich dem Besucher ein Anblick urtümlicher Regenwälder - Cold Rainforest genannt. Dieser Regenwald kommt sicher nicht an den echten Regenwald in Äquatornähe heran, aber er ist trotzdem sehr schön :)
Die Küste im westlichen Norden ist von meilenlangen Stränden durchzogen (z.B. dem „90 mile beach“) und bietet an vielen
Stellen genug Platz für Jeep-Touren im Sand. Die Ostküste ist von dort aus gerade mal 1 bis 2 Stunden entfernt
(je nachdem wo man sich befindet) und ist charakterisiert durch mehrere kleine und große Buchten.
Die bay of plenty
oder die bay of Islands sind nur zwei davon. Ich habe mich vor allem in der bay of islands aufgehalten und halte
diese Gegend für eine der schönsten der Nordinsel.
Neben der tollen Landschaft gibt es noch etwas, das ich an Neuseeland schätze: Die Menschen. Sie sind offen, freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend – und das spürt man viel stärker wenn man aus einem so bürokratisch-unfreundlichem Land wie Deutschland kommt. Man wird einfach im Hostel oder auf der Straße von Leuten angesprochen und man unterhält sich darüber, wo man herkommt, wer man ist und wo man hingeht – eine Mentalität, die wohl vor allem dadurch zustande kommt, dass sich die meisten Menschen, die man in Neuseeland trifft, gerade im Urlaub befinden.
Von Anette Mertens
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